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Landrat Dominik Steiner will von der Regierung wissen, wie sie mit Cyber-Risiken umgeht und welche Massnahmen dazu bereits ergriffen wurden.

Landrat Dominik Steiner will von der Regierung wissen, wie sie mit Cyber-Risiken umgeht und welche Massnahmen dazu bereits ergriffen wurden.

Mit einer Interpellation will Landrat Dominik Steiner von der Nidwaldner Regierung wissen, wie fit der Kanton Nidwalden hinsichtlich Cyber-Risiken ist. Dabei geht es dem FDP-Wirtschaftsinformatiker nicht nur um die Sensibilisierung und den Schutz der Informationssysteme der Verwaltung, sondern auch darum zu eruieren, wie der Kanton generell mit der allgegenwärtigen Cyber-Bedrohungslage umgeht.

Seit dem Start des Ukraine-Konflikts ist einer breiten Bevölkerungsschicht klarer geworden, dass Cyber-Angriffe eine wichtige Rolle im Erstschlag bilden können und dass kritische Infrastrukturen unserer Gesellschaft dabei immer wieder im Fokus stehen. Wasser-, Energie-, Wärme- sowie weitere Versorgungselemente und Kommunikationseinrichtungen wurden in den ersten Stunden und Tagen nach Kriegsausbruch nicht nur direkt beschossen, diese wurden auch gezielt durch Hacker angegriffen. Solche virtuellen Angriffe finden täglich weltweit - und damit auch in der Schweiz - statt. So wurden in der Vergangenheit beispielsweise bereits die Wasserversorgung von Ebikon oder erst kürzlich die Verkehrsbetriebe der Stadt Luzern durch Hacker angegriffen, letztere war sogar erfolgreich. Den Angreifern geht es dabei meistens darum, in ein System eindringen zu können, in zweiter Linie darum, Geld zu erpressen, Daten abzuziehen oder einen Schaden anzurichten. Erfolgt ein solcher Angriff auf eine kritische Infrastruktur, beispielsweise auf die Energieversorgung, kann ein sogenanntes Sekundärereignis, wie ein Stromausfall im ganzen Kanton, erfolgen. Sollte dadurch die physische Infrastruktur in Mittleidenschaft gezogen werden, kann dies fatale Folgen für unsere moderne Gesellschaft haben. Bei solch einem Angriff auf ein zentrales Element der Energieversorgung könnte diese gar für einen längeren Zeitraum ausfallen. In der modernen Kriegsführung werden solche Szenarien detailliert beschrieben und es geht immer darum einen maximalen Schaden in der Gesellschaft auszulösen.

Mit dem Vorstoss will Landrat Dominik Steiner von der Regierung wissen, welchen Stellenwert Cyber-Risiken im Kanton Nidwalden einnehmen und welche Pläne hinsichtlich Risikostrategie existieren. Darüber hinaus will Steiner ebenfalls eine Antwort auf die Frage erhalten, wer und wie in einem Ereignisfall die Koordination übernimmt - analog anderen Krisen und Ereignissen im Kanton Nidwalden. Der Interpellant ist sich sicher: «Es stellt sich längst nicht mehr die Frage, ob Nidwalden von einem Cyber-Ereignis heimgesucht wird. Vielmehr geht es um die Frage, wann und wo dies der Fall sein wird und mit welchen Konsequenzen wir rechnen müssen. Genau auf diesen Fall sollte man vorbereitet sein und Notfallpläne parat haben. So, als würden wir uns auf ein Naturereignisse vorbereiten.»

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